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Blogbeiträge

Kinesiotaping beim Pferd

31/7/2022

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Kinetische oder auch kinesiologische Tapes bzw. Kinesiotapes sind wertvolle Helfer in der manuellen Therapie und im Training. Im Namen steckt der griechische Begriff kinesis, der Bewegung bedeutet. Der Begriff tape bedeutet Band. Insofern könnte man auf Deutsch auch von einem Bewegungsband sprechen.
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Taping ist eine materialintensive Angelegenheit. Je nach Indikation sind unterschiedliche Tapes sinnvoll und unterschiedliche Materialien notwendig. Eine speziell beschichtete Schere ermöglicht das problemlose Schneiden der mit Kleber beschichteten Gewebestreifen.
​Die bunten, elastischen Klebestreifen wurden in den 1970er Jahren in Japan entwickelt, gelangten aber erst gegen die Jahrtausendwende nach Europa. Mittlerweile sind sie aus der Physiotherapie und dem Sport nicht mehr wegzudenken.

Kinesiotapes bestehen aus einem dehnbaren Baumwollgewebe, das einseitig in Wellenform mit einem Acrylatkleber beschichtet ist. Das beschichtete Gewebe ist mit einer zehnprozentigen Vordehnung auf das Trägerpapier angebracht. Insgesamt lassen sich die Tapes um rund 30 bis 40 Prozent ihrer Ursprungslänge dehnen. Ihre Dehnbarkeit geschieht dabei ausschliesslich in Längsrichtung.
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Das Spacetape wirkt wie ein Schröpfkopf und entlastet komprimierte Strukturen, beispielsweise in der Sattellage.
Bei Pferden wirken Tapes fast noch besser als bei Menschen, weil sie nicht nur über die Haut, sondern auch über das Fell ihre Wirkung entfalten. Unter der Haut befindet sich die oberflächliche Körperfaszie, die das hauptsächliche Ziel der Tapes ist.
Die Funktionen der Tapes sind unterschiedlich. Ich verwende die Tapes einerseits in bzw. nach der osteopathischen Behandlung, um den Behandlungserfolg zu manifestieren. Beispielsweise kann eine Tapeanlage dabei helfen, Behandlungen zu stabilisieren (z.B. ein korrigiertes Becken) oder Kompressionspunkte zu minimieren (z.B. in der Sattellage). Andererseits setze ich Tapes im Training ein, um ein Bewusstsein auf bestimmte Körperregionen zu lenken und physiologische Bewegungsmuster zu fördern.
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Nach einer osteopathischen Behandlung des Beckens kann ein Tape dabei helfen, den Behandlungserfolg zu verstärken.
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Fesselkopftapes stützen den Fesselkopf und den Fesseltrageapparat von unten. Sie können im Training oder in der Rehabilitation eingesetzt werden, beispielsweise nach Sehnenverletzungen oder bei starker Durchtrittigkeit.
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Das Gittertape über dem alten Muskelfaserriss hilft dabei, das verletzte Gewebe wieder neuronal zu integrieren.
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Ein Tape des CTÜ - des cervicothorakalen Übergangs, der die Brust- mit der Halswirbelsäule verbindet - wirkt wir ein Halsring und animiert das Pferd beim Training, seinen Hals mit angehobenem Brustkorb fallen zu lassen.

Um Tapes korrekt anbringen zu können, ist ein gutes anatomisches Verständnis notwendig. Falsch angebrachte Tapes behindern Bewegung und bewirken somit genau das Gegenteil dessen, was erreicht werden sollte.
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